Am Samstag kam es zu einer Neuauflage des „kleinen Nürtinger Clásico“ zwischen Team 3 und Team 4. Im Vorfeld gab es um die Aufstellungen beider Teams eine ganze Reihe von Spekulationen und krankheits- sowie verletzungsbedingter Umstellungen. So war erst am späten Vorabend klar, dass es gleich in der ersten Partie auf der Vierer-Position zu einem Showdown der beiden langjährigen Sparring-Partner Josef Müller und Christian Fallscheer kommen würde. Die beiden kennen die Spielweise des jeweils anderen sehr gut und so wusste Chris, dass er gegen den technisch versierten Josef nur eine Chance hat, wenn er es schafft, diesen ins Laufen zu bringen. Natürlich hatte Josef diesen Match-Plan von Chris im Hinterkopf und suchte mit viel Übersicht und präzisem Händle den schnellen Punkt, was ihm rasch zu einer 2:0-Satzführung verhalf. Mit einem kämpferischen Kraftakt gelang es Chris aber, sich ins Spiel zurück zu bringen. Im entscheidenden fünften Satz bot Josef dann schließlich nochmals all seine Konzentration auf und es gelang ihm wieder besser, seine Bälle zu setzen. Letztendlich gewann er die Partie dann verdient mit 3:2. Der von einer Trainingsverletzung wieder genesene Andy Laderer war für den erkrankten Sven Schröter ins Team 3 gekommen – und setzte im Dreier-Spiel gegen Carsten Doil gleich ein dickes Ausrufezeichen. Nach einem 0:2-Satzrückstand warf er nochmal alles rein und drehte das Spiel. Mit zunehmender Dauer wurde das Spiel immer hitziger – die Spannung war in der ganzen Anlage greifbar. Andy brachte die Bälle zurück wie eine Wand, Carsten kam immer mehr in Schwierigkeiten was folgerichtig dazu führte, dass Andy – frenetisch gefeiert – den Centre-Court 7 als Sieger verlassen konnte. Danach standen parallel die beiden Begegnungen Hannes gegen James anPosition Eins und Erhard Huber gegen Uli Roos an Position Zwei an. Zu dieser Konstellation kam es, da Team 2-Stammspieler Peter van Heiß an diesem Tag im Oberliga-Team aushelfen musste. Hannes ließ gegen James einmal mehr nichts anbrennen. „Ich weiß, wie ich gegen James spielen muss“, kündigte Hannes an – und ließ dementsprechend Taten folgen. Lediglich den dritten Satz musste Hannes abgeben. Das letzte noch laufende Spiel an diesem Tag war nun das Zweier-Spiel Erhard gegen Uli. Es war klar, dass es für Erhard gegen den frisch aus dem Urlaub zurückgekehrten Uli schwer werden würde. Die mitfiebernden Teamkameraden auf den Zuschauerrängen waren zunächst guter Dinge, da Erhard mit 1:0 in Führung ging. Die Hoffnung auf einen Sieg wich jedoch schnell der Hoffnung, dass Erhard noch wenigstens einen zweiten Satz holt. Schließlich hoffte man im vierten Satz beim Stand von 5:9 für Uli nur noch, dass Erhard noch 2-3 Punkte macht. Der Schiedsrichter Vincent Ritter hatte die Gesamtabrechnung der Partie im Blick und bereits zu Beginn des Satzes erwähnt, dass Erhard mindestens noch sieben Punkte machen müsse. Am Ende ging es – wie schon am vergangenen Spieltag gegen Böblingen – in der Endabrechnung wieder um nur einen einzigen Punkt, welcher dem Team 2 schließlich zum gewonnenen Unentschieden im Clásico verhalf.
Fazit: Ein Clásico, der an Spannung kaum zu überbieten war und am Ende ein Ergebnis brachte, womit alle gut leben können.

Vor dem Start in den Clásico bekamen es beide Nürtinger Teams mit den Squash Devils 3 zu tun. Diese waren ersatzgeschwächt – beziehungsweise vielmehr „ersatzgestärkt“ – ohne Jean-Luc Loutrage und dafür mit Michael Süß an Position Eins angereist. Nürtingen 2 verlor die Begegnung glatt in 12 Sätzen. Das Team 3 konnte immerhin drei Sätze holen. Christian Fallscheer trat gegen die stark aufspielende Eve Rixen an. Die Order von Coach Slama beim Stand von 2:2 – „Spiel weiterhin deinen Scheißdreck, aber steh zwei Meter weiter vor“ – kam offensichtlich zu spät. Denn Eve ließ im entscheidenden fünften Satz nichts mehr anbrennen. Andy Laderer war auf Position 3 gegen den hart und präzise spielenden Vincent Ritter chancenlos. Hannes Hergenröder startete gegen Michael Süß sehr gut und ging mit 1:0 in Führung. Darüber war Michael offensichtlich selbst am meisten überrascht, denn er tat sich gegen Hannes erheblich schwerer als in seinem ersten Spiel gegen James Dedora. Als Hannes merkte, dass er für die Chance auf einen Sieg gegen Michael bis ans Äußerste gehen müsste und somit Gefahr laufen würde, dass ihm am Ende gegen James Dedora „die Körner ausgehen“, schaltete er einen Gang zurück. Dies hat gegen einen Spieler wie Michael die logische Konsequenz, dass die Ergebnisse schnell sehr deutlich ausfallen; somit verlor Hannes mit 1:3, konnte den Court aber erhobenen Hauptes verlassen. An Position zwei bekam es Erhard Huber mit „Mister 100 %“ Stephan Hillmann zu tun. Mit seiner unspektakulären aber hoch effizienten Spielweise hatte Stephan bislang noch kein Spiel in dieser Saison verloren. Dies sollte sich auch gegen Erhard nicht ändern und er kam zu einem glatten 3:0-Sieg.

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