Nach einem unglücklichen Saisonverlauf rutschte die dritte Mannschaft des Squash Clubs Nürtingen am letzten Spieltag noch auf den vorletzten Tabellenplatz der Landesliga Nord-Württemberg ab und musste somit den Gang in die Abstiegsrelegation antreten. Gegner bei diesem „Show-Down“ waren die Männer vom Fun Point Gerlingen, die als Aufsteiger überraschend den Vizemeister-Titel in der Bezirksliga erringen und sich somit für die Relegation qualifizieren konnten.

Bedingt durch den Ausfall vom schmerzlich vermissten Teamkameraden Erhard Huber – dem an dieser Stelle die herzlichsten Genesungswünsche aller Nürtinger Squasher gelten – fuhr das Team am vergangenen Freitagabend personell dezimiert nach Gerlingen. Dafür aber mit der Unterstützung zahlreicher mitgereister Fans und Vereinskameraden, die dem Fight um den Verbleib in der Landesliga durch ihre lautstarke Unterstützung den entsprechenden Rahmen gaben.

Den Auftakt machte der an Position vier gesetzte Sven Schröter. Die anfänglich hohe Nervosität war alle Beteiligten anzumerken – sowohl im Court als auch außerhalb. So startete Schröter fahrig und mit einigen Fehlern in die Partie. Gerade noch rechtzeitig fand er ins Spiel, drehte den ersten Satz und ging mit 1:0 in Führung. Je länger das Spiel dauerte, desto souveräner spielte Schröter auf und konnte schließlich sein Team mit einem klaren 3:0-Sieg in Führung bringen.

Beim Stande von 1:0 in der Gesamtabrechnung standen sich nun die beiden Mannschaftsführer Christian Fallscheer und Ralph Bieber gegenüber. Ein ebenfalls von Nervosität geprägtes Spiel war lange Zeit offen und ausgeglichen, ehe Christian Fallscheer seine Stärken im läuferischen und kämpferischen Bereich ausspielen und seinen Gegner so am Ende mit 3:1 in die Knie zwingen konnte.

Hannes Hergenröder an Position Eins hatte in seiner Partie bereits die Möglichkeit, alles klar zu machen. Allerdings hatte er in Frank Weihermüller einen gänzlich unbekannten Gegner. So wirkte Hergenröder anfänglich überrascht von Weihermüllers unangenehmer Spielweise und musste völlig unerwartet den zweiten Satz abgeben. Dennoch stellte er im weiteren Verlauf des Spiels einen in der Gesamtabrechnung aus Gerlinger Sicht nicht mehr einholbaren Spielstand her, sodass der Druck merklich abfiel. Dadurch konnten sich Hergenröder und sein Team nach Spielende nicht nur über seinen 3:1-Sieg, sondern auch über den dadurch sichergestellten Klassenverbleib freuen.

Das Spiel um die „goldene Ananas“ stand abschließend für Andreas Laderer an Position Zwei auf dem Programm. Sein Gegner Richard Kohler, ein erfahrener und ausgebuffter Squasher, ließ ihn nicht ins Spiel kommen. Mit Sicherheit nicht zuletzt geschuldet der Tatsache, dass das Relegations-Spiel bereits vor Beginn der Partie entschieden war, schaffte es Laderer nicht mehr, seine letzten Reserven zu mobilisieren. Somit ging die Partiemit 1:3 an Gerlingen.

Im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens wurde der Nicht-Abstieg auf Nürtinger Seite sowie eine grandiose Saison-Leistung auf Gerlinger Seite gefeiert. Alles in allem war es ein gelungener Saisonabschluss mit einem sympathischen Gastgeber, vielen Zuschauern und spannenden sowie fairen Spielen in der Gerlinger Squash Anlage.

Categories: Spielbericht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.