Zum letzten Heimspieltag der Saison empfing das Team 3 die Mannschaften aus Waiblingen und Stuttgart im Happy Squash. Die erste Parte Nürtingen gegen Waiblingen stand unter ungewöhnlichen Vorzeichen, da es am vorletzten Spieltag erst zur Hinrunden-Begegnung zwischen den beiden Teams kam. Personell konnte das Team 3 erstmals aus dem vollen schöpfen – alle fünf Stammspieler waren anwesend, hundertprozentig fit und hoch motiviert. So eröffneten Christian Fallscheer gegen Rainer Niefer auf Position 4 und Andreas Laderer gegen Conrad Schuck auf Position 3 den Spieltag. Dass es für Chris gegen den „abgeschlagenen“ Rainer Niefer schwer werden würde – diese Prognose konnte man schon auf Basis vergangener Matches zwischen den beiden wagen. Wieder ein technisch starker Gegner, den Chris unbedingt ins Laufen bringen muss. Gleich der erste Satz ging in die Verlängerung – psychologisch sehr wichtig, dass Chris diesen mit 16:14 erkämpfen konnte. Es folgten zwei weitere enge und spannende Sätze, die Chris für sich entscheiden konnte. Vielleicht den entscheidenden Motivations-Schub gab die Pausen-Kritik vom Nürtinger Übungsleiter Slama: „Deine Rückhand isch beschissen, des wissen wir ja. Aber heut isch se ganz beschissen.“ Am Ende konnte Rainer Niefer trotz seiner insgesamt 30 Siegpunkte keinen einzigen Satz gewinnen und Chris gewann mit 3:0. Im Parallelspiel auf dem Nachbarcourt gab es für Andy Laderer gegen Conrad Schuck nichts zu holen. „Wenn Conny Bock hat, spielt er überragend“ – eine Aussage, die im Publikum auch gestern wieder im mehrfach zu hören war. Und Conny hatte Bock. Ladi – mit leichten Blessuren von einem Unfall in der Umkleide in die Partie gegangen – bekam dies deutlich zu spüren und musste sich mit 1:3 geschlagen geben. Ganz anders lief es bei unserem Einser Hannes Hergenröder, der Heiko Mayer bei seinem 3:0-Erfolg keine Chance ließ. Es gab in der Vergangenheit bereits viele heiße und hartumkämpfte Schlachten zwischen den beiden – aber am heutigen Tag war Hannes zu stark für Heiko. Erhard Huber bekam es auf Position zwei mit dem unangenehm spielenden Armin Fellmeth zu tun. Erhard konnte zwar den ersten Satz gewinnen, kam aber dennoch nicht richtig ins Spiel. Der sehr erfahrene Armin Fellmeth versuchte mit platzierten Bällen die Ballwechsel kurz zu halten – was wiederum Erhard nicht liegt und ihm am Ende auch die Spielfreude geraubt hat. Die logische Folge war schließlich eine 1:3-Niederlage. In der Gesamtschau konnten wir dank des gewonnenen Unentschiedens zwei Punkte mitnehmen – was gegen die im vorderen Tabellendrittel rangierenden Waiblinger durchaus als Erfolg zu werten ist.
Aufgrund zahlreicher 5-Satz-Spiele mit langer Spieldauer kam es erst kurz vor 18 Uhr zur zweiten Partie des Team 3 gegen SI Stuttgart 4. Anders als im Hinspiel waren die Stuttgart diesmal voll besetzt. Mehr noch: Sie boten mit ihrem indischen Neueinkauf Rohit Thawani einen gänzlich unbekannten Spieler an Position drei auf. Auch mit dem Aufgebot von Dirk Schalude auf Position vier war nicht unbedingt zu rechnen. Trotzdem entschied sich das Team für eine nominell schwächere Aufstellung ohne Hannes Hergenröder. Für Sven Schröter zahlte sich seine frühere Abreise aus dem Skiurlaub leider nicht aus – er musste sich gegen Dirk Schalude deutlich mit 0:3 geschlagen geben. Chris Fallscheer trat gegen den besagten Neuling Thawani an und musste rasch feststellen, dass er es mit einem technisch äußerst versierten Gegner zu tun hat – der erste Satz flog ihm rasend schnell „um die Ohren“. Abermals mit hohem kämpferischem Einsatz biss Chris sich wieder in die Partie hinein. Mit zunehmender Spieldauer wurde er immer stärker und konnte zur Überraschung aller Anwesenden das Spiel im fünften Satz gewinnen. Erhard Huber bekam es auf Position Eins auch in seinem zweiten Spiel des Tages mit Jürgen Mayer nochmals mit einem Gegner zu tun, dessen Spielweise ihm nicht unbedingt liegt. „Jürgen, nächstes Mal verletze ich mich gegen dich im ersten Satz, dann können wir schneller ein Bier trinken“, resümierte Erhard nach Spielende. Es war beim 0:3 einfach nichts zu holen für Erhard. Andy Laderer auf Position zwei komplettierte den lange andauernden Spieltag gegen Martin Hoffmann. Etwas unerwartet tat sich Ladi sehr schwer gegen Martin und verlor die ersten beiden Sätze jeweils unglücklich und knapp. Beim Stande von 0:2 in Sätzen erinnerte man sich auf den Zuschauerrängen an Andys Kampf-Leistung gegen Carsten Doil beim Clásico Ende Januar – als er die Partie bei selbigem Spielstand dank einer furiosen Aufholjagd noch drehen konnte. Doch dies gelang ihm dieses Mal leider nicht – zu weit entfernt schien „das rettende Ufer“ und zu nah war das gemeinsame Abendessen bei unserem Vereins-Caterer Sergio.

Categories: Spielbericht

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.